Lachsroter Regenbogenfisch, Glossolepis incisus

Lachsroter Regenbogenfisch (Glossolepis incisus)

Merkmale, Herkunft und hilfreiche Informationen zur Pflege im Aquarium

Die Lachsroten Regenbogenfische benötigen ein langes und großes Aquarium und sollten im Schwarm von mindestens 10 Exemplaren gehalten werden, der beide Geschlechter enthält. Den ganzen Tag über, vor allem aber am frühen Morgen, führen die Männchen fantastische Darbietungen auf und buhlen um die Aufmerksamkeit der Weibchen.

Steckbrief Glossolepis incisus, Lachsroter Regenbogenfisch

Herkunft Haltung Wasserwerte Vergesellschaftung Aquarium-Einrichtung Zucht

Namen

Namen und Synonyme
Gebräuchliche Namen:
Lachsroter Regenbogenfisch, Roter Regenbogenfisch, Red Rainbowfish
Wissenschaftlicher Name:
Glossolepis incisus, Weber, 1907

Herkunft

Ursprung und Geschlechtsunterschiede
Herkunft und Verbreitung
Ozeanien: Beheimatet in Indonesien im Nordosten vom westlichen Neuguinea im Sentani-See.
Natürlicher Lebensraum
G. incisus lebt in Schwärmen in dicht bewachsenen Uferbereichen, wo das Wasser flach ist.
Geschlechtsunterschiede
Erwachsene Männchen haben einen höheren Rücken und sind länger als die Weibchen. Während die Weibchen eine silbrige Körperfarbe haben, nehmen die Männchen eine rote Färbung an. Bei eher niedrigen Temperaturen färben sich alle Männchen rot, während bei wärmeren Temperaturen nur die dominantesten Exemplare eine intensive Rotfärbung annehmen.
Lebenserwartung
6 bis 8 Jahre

Haltung im Aquarium

Empfehlungen zur Haltung der Art
Aquariengröße
200 Liter, Länge 120 cm
Pflege
Einfach
Fischgröße
10 bis 15 cm
Nachzucht
Freilaicher
Soziales Verhalten
Sehr friedlich
Schwarmgröße
Gruppenhaltung (ab 10 Tieren)
Ernährung: Allesfresser (Omnivor)

In der freien Natur ernährt sich der Lachsrote Regenbogenfisch von Pollen, Landinsekten, Larven von Wasserinsekten und Algen. Im Aquarium ist die Art beim Futter nicht wählerisch und nimmt fast jedes Trocken-, Frost- und Lebendfutter an, wobei eine regelmäßige Fütterung von Lebend- und Frostfutter das Immunsystem stärkt und sich der Fisch in seiner intensivsten Farbe zeigt.


Wasserwerte

Die wichtigsten Werte für das Wasser
Wassertemperatur
22 bis 28 °C
pH-Wert
7 bis 8
Karbonathärte
8 bis 15 °dKH
Gesamthärte
10 bis 20 °dGH

Verhalten und Vergesellschaftung

Sozialisierung und Aquarienbewohner

Obwohl der Lachsrote Regenbogenfisch ein sehr friedlicher Fisch ist, sollte bei der Vergesellschaftung mit anderen Aquarienfischen berücksichtigt werden das er sehr schwimmaktiv ist der kleinere und langsam schwimmende Fische mit seinen Aktivitäten stressen kann.

Lachsrote Regenbogenfische sind recht scheu, aber sie werden mutiger, wenn sie in einem Schwarm von mindestens 8-10 Fischen, besser noch mehr, gehalten werden. Im Schwarm konkurrieren die Männchen um die Weibchen, was dazu führt, dass sie prächtige Farben entwickeln.


Aquarium-Einrichtung

Ausstattung für ein artgerechtes Aquarium

Lachsrote Regenbogenfische sind aktive Schwimmer, die ein dicht bepflanztes Aquarium mit viel Schwimmraum benötigen. Ein 200 Liter Becken mit einer Länge von 120 cm reicht ist ausreichend für einen kleinen Schwarm.

Filtersystem: Die Strömung sollte sanft sein, mit einer effektiven Filterung damit das Wasser sauber bleibt, da die Art empfindlich gegenüber schlechten Wasserbedingungen reagiert. Wöchentliche Wasserwechsel helfen, ihre Gesundheit und leuchtenden Farben zu erhalten.

Aquarienbeleuchtung: In ihrer natürlichen Umgebung ziehen sich die Fische in schattige Bereiche oder tieferes Wasser zurück, um Schutz vor hohen Lichtintensitäten zu finden. Im Aquarium sollte deshalb die Beleuchtung nicht zu hell sein.

Substrat: Das Substrat des Sees besteht aus Schlamm und Sand, weshalb ein dunkler sandiger oder feiner Kies der ideale Bodengrund ist.

Dekoration: Der natürliche Lebensraum enthält viele Wurzeln und untergetauchte Äste, wo die Fische Schatten und Verstecke finden, weshalb sich auch etwas Treibholz im Aquarium befinden sollte.

Bepflanzung: Im Sentani-See wachsen Hydrilla verticillata, Ceratophyllum demersum, Myriophyllum, Potamogeton, Vallisneria, Seerosen und schwimmende Wasserpflanzen wie Eichhornia crassipes, Salvinia molesta.

 


Zucht: Lachsroter Regenbogenfisch

Vermehrung in Aquarien

Die Zucht von Lachsroten Regenbogenfischen gestaltet sich in einem Zuchtaquarium mit einer Länge von mindestens 80 cm recht einfach.

Die Wassertemperatur sollte zwischen 21 und 24 °C betragen mit einem pH-Wert von etwa 7,5. Ein luftbetriebener Schwammfilter sorgt für eine ausreichende Sauerstoffversorgung und Strömung und feinblättrige Pflanzen wie Javamoos oder Laichmops sorgen für Laichplätze. Ein Substrat ist nicht notwendig.

Konditionieren Sie die erwachsenen Regenbogenfische einige Tage lang mit viel Lebend- und Frostfutter und beobachten Sie ihre Veränderungen im Gewicht und der Färbung. Wählen Sie das dickste und schönste Paar zum Ablaichen aus und setzen Sie es in ihr Zuchtaquarium zum Ablaichen. Ein Temperaturanstieg von 1 bis 3°C kann das Ablaichen auslösen.

Das Paar laicht über einen Zeitraum von mehreren Wochen und legt täglich einige Eier ab. Die Eier haben einem kleinen Faden an der Oberfläche mit dem sie an Gegenständen haften bleiben.

Normalerweise fressen die Eltern ihren Laich nicht auf und die Eier können im Becken verbleiben, jedoch ist es einfacher, wenn die Jungfische in einem separaten Aquarium aufgezogen werden. In diesem Fall sollten die Eier in ein Aufzuchtbecken mit Wasser aus dem Laichbecken gesetzt werden.

Die Eier schlüpfen innerhalb von 7 bis 8 Tagen und die winzigen Jungfische benötigen in der ersten Woche Infusorienfutter, bevor mit Mikrowürmern oder Artemia-Nauplien gefüttert werden können.

Sie reagieren recht empfindlich auf ungünstige Wasserbedingungen, weshalb häufige kleine Wasserwechsel durchgeführt werden sollten.


Titelbild: Catxx
Lachsroter Regenbogenfisch

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Klassifikation

Taxonomie-Auszug
Ordnung
Familie
Gattung

Verweise

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  3. Ohee H.L. (2013) The Ecology of the Red Rainbowfish (Glossolepis incisus) and the Impact of Human Activities on Its Habitats in Lake Sentani, Papua. Dissertation, Georg-August Universität Göttingen.
  4. Polhemus D.A., R.A. Englund and G. Allen (2004) Freshwater Biotas of New Guinea and nearby islands: analysis of endemism, richness, and threats. Report prepared for Conservation International, Washington, D.C. 62 pp.
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  7. Weber M. (1907). Süsswasserfische von Neu-Guinea ein Beitrag zur Frage nach dem früheren Zusammenhang von Neu-Guinea und Australien. In: Nova Guinea. Résultats de l’expédition scientifique Néerlandaise à la Nouvelle-Guinée. Süsswasserfische Neu-Guinea 201-267.

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