Aquamarin-Regenbogenfisch, Melanotaenia lacustris

Aquamarin-Regenbogenfisch (Melanotaenia lacustris)

Merkmale, Herkunft und hilfreiche Informationen zur Pflege im Aquarium

Der Aquamarin-Regenbogenfisch ist leicht zu pflegen, wenn man ihm ein mittelgroßes Aquarium mit viel Schwimmraum und relativ hartem, leicht alkalischem Wasser bietet. Bei abwechslungsreicher Fütterung und Morgensonne im Aquarium sind die Fische das ganze Jahr über bereit, sich zu vermehren.

Steckbrief Melanotaenia lacustris, Aquamarin-Regenbogenfisch

Herkunft Haltung Wasserwerte Vergesellschaftung Aussehen Aquarium-Einrichtung Zucht

Namen

Namen und Synonyme
Gebräuchliche Namen:
Aquamarin-Regenbogenfisch, Türkis-Regenbogenfisch, Blauer Regenbogenfisch, Kutubu-See-Regenbogenfisch
Wissenschaftlicher Name:
Melanotaenia lacustris, Munro, 1964

Herkunft

Ursprung und Geschlechtsunterschiede
Herkunft und Verbreitung
Ozeanien: Papua-Neuguinea, im südlichen Hochland, wo die Art im Kutubu-See und dem Fluss Soro endemisch ist.
Natürlicher Lebensraum
Der sechzig Quadratkilometer große Kutubusee ist einer der größten Seen in Papua-Neuguinea. In dem sehr klaren und ruhigen Wasser halten sich die Melanotaenia lacustris in Uferbereichen mit dichter Wasservegetation oder untergetauchten Ästen und Wurzeln auf.
Geschlechtsunterschiede
Erwachsene Männchen sind größer, heller gefärbt und haben einen tieferen Körper als die Weibchen.
Lebenserwartung
bis 5 Jahre

Haltung im Aquarium

Empfehlungen zur Haltung der Art
Aquariengröße
120 Liter, Länge 120 cm
Pflege
Einfach
Fischgröße
9 bis 12 cm
Nachzucht
Freilaicher
Soziales Verhalten
Sehr friedlich
Schwarmgröße
Gruppenhaltung (ab 6 Tieren)
Ernährung: Allesfresser (Omnivor)

Im Kutubusee ernähren sich die Aquamarin-Regenbogenfische von kleinen Krebstieren, Insektenlarven und Algen. In einem Aquarium sollte man ihnen eine ausgewogene Ernährung mit lebenden, gefrorenen und gefriergetrockneten Daphnien, Artemia, Blutwürmern, Tubifex und hochwertigem Flockenfutter anbieten.


Wasserwerte

Die wichtigsten Werte für das Wasser
Wassertemperatur
20 bis 25 °C
pH-Wert
7 bis 9
Karbonathärte
10 bis 15 °dKH
Gesamthärte
10 bis 20 °dGH

Verhalten und Vergesellschaftung

Sozialisierung und Aquarienbewohner

Er ist ein sehr friedlich und schwimmaktiver Fisch, der mit seinen schnellen Bewegungen und Größe bei kleineren oder sich langsam bewegenden Fischen wie Skalare Stress auslösen kann, weshalb es besser ist ihn mit Regenbogenfischen ähnlicher Größe oder Salmlern, Danios, Barben und Welsen zusammenzuhalten.

Der Kutubu-See-Regenbogenfisch ist ein Schwarmfisch der am besten in einer Gruppe ab 6 Exemplaren gehalten wird, damit er nicht zu Scheu ist. In Gesellschaft mir Artgenossen werden sich die Männchen in ihren schönsten Farben zeigen.


Aussehen

Der Aquamarin-Regenbogenfisch ist ein auffallend gefärbter Fisch mit einer schönen, intensiven kobaltblauen oder blaugrünen Färbung der oberen Körperhälfte, die auf der unteren Hälfte in ein silbriges Weiß bis Gold übergeht.

Er hat große Augen, ein schwarzes oder silbernes Band, das sich durch die mittlere Schuppenreihe an der Seitenlinie zieht, zwei Rückenflossen und ein tief gegabeltes Maul.

Je nach Wasserbedingung und Umgebung sowie der Ernährung kann M. lacustris verschiedene Farben und Muster zeigen, die von Kobaltblau, Stahlblau, Aquamarin bis hin zu helleren und dunkleren Türkisfarben reichen. In der Laichzeit ändert sich die Färbung im Nackenbereich zu einem leuchtend orangen oder goldenen Ton.


Aquarium-Einrichtung

Ausstattung für ein artgerechtes Aquarium

Die Art sind aktive Schwimmer, weshalb das Becken eine ausreichende Länge haben sollte. Ein dicht an den Seiten und Rändern bepflanztes Aquarium entspricht am bestem dem natürlichem Lebensraum der Art. Bieten Sie Bereiche mit dichter Vegetation und einige offene Bereiche zum Schwimmen.

Die Auswahl der Wasserpflanzen sollte die leicht harten, alkalischen Wasserbedingungen widerspiegeln, die die Fische bevorzugen. Die Filterung des Beckens sollte effizient sein und die Wasserbewegung sollte auf ein Minimum beschränkt werden. Sie sind auch gute Springer, deshalb sollte ihr Aquarium gut abgedeckt sein.


Zucht: Aquamarin-Regenbogenfisch

Vermehrung in Aquarien

Aquamarin-Regenbogenfische sind nicht an bestimmte Laichzeiten gebunden; sie können das ganze Jahr über ablaichen. In der Regel beginnen die Männchen am Morgen mit der Balz. Während der Paarungszeit färben sich die Kiemen der Männchen gelb.

Das Zuchtaquarium sollte mindestens 45 cm lang sein und leicht hartes, alkalisches Wasser mit einem pH -Wert von etwa 7,5 und einer Temperatur von 22-26°C enthalten.

Die Zucht von Aquamarin-Regenbogenfischen ist relativ einfach, wenn die Tiere gut in Form sind und die Wasserbedingungen ideal sind. Setzen Sie eine konditionierte Gruppe von zwei Weibchen bis drei Männchen in ein Zuchtbecken mit einigen feinblättrigen Pflanzen, Javamoos oder ein paar Laichmops und erhöhen Sie die Wassertemperatur auf etwa 26°C. Wenn die Weibchen Eier produziert haben, zeigen die Männchen ihre intensiven Farben und drängen das Weibchen zu einem Laichplatz, wo sie ablaichen. Dieser Vorgang wiederholt sich mehrere Tage lang, bis die Eierproduktion aufhört.

Sobald die Eier abgelegt sind, sollten die Eier in ein separates bepflanztes Aufzuchtbecken mit einem bepflanzten Luftschwammfilter. Die Jungfische schlüpfen je nach Temperatur nach etwa zehn Tagen und sind 24 Stunden später frei schwimmend. Füttern Sie die Jungfische mit Infusorien oder fein zerkleinertem Flockenfutter, bis sie in der Lage sind, frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien zu fressen.


Titelbild: Klaus Rudloff
Video Aquamarin-Regenbogenfisch

Video auf youtube


Klassifikation

Taxonomie-Auszug
Ordnung
Familie
Gattung

Verweise

  1. Allen G.R. (1991) Field guide to the freshwater fishes of New Guinea. Christensen Research Institute, Madang, Papua New Guinea.
  2. D’Cruz R. (2008) Lake Kutubu Catchment Management Plan, Aonyx Environmental, Malaysia.
  3. Esso Highlands Limited (2005) PNG Gas Project Environmental Impact Statement.
  4. Jenkins A. & P. Buston (1997) Distribution and abundance of the fishes of Lake Kutubu. Consultancy report to the WWF Kikori ICDP.
  5. Munro I.S.R. (1964) Additions to the fish fauna of New Guinea. Papua New Guinea Agricultural Journal 16 (4): 141-186.
  6. Osborne P.L. & R.G. Totome (1992) Influences of oligomixis on the water and sediment chemistry of Lake Kutubu, Papua New Guinea. Archive Für Hydrobiologie, 124: 427-449.
  7. Smith P.T., B.Y. Imbun and F.P. Duarte (2016) Impacts of a Fish Kill at Lake Kutubu, Papua New Guinea. Pacific Science, 70(1): 21-33.

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