Rasbora trilineata, Glasbärbling

Glasbärbling: Haltung & Zucht

Merkmale, Herkunft und hilfreiche Informationen für Hobbyisten

Artenprofil Rasbora trilineata, Glasbärbling

Herkunft Aussehen Vergesellschaftung Lebensraum Nahrung Geschlechtsunterschiede Zucht Steckbrief Kauf

Der Glasbärbling mit dem wissenschaftlichen Namen Rasbora trilineata ist ein schlanker, stromlinienförmiger Fisch, der sich auch gut in einem Gemeinschaftsaquarium halten lässt. Die ausgeprägte Gabelung seines Schwanzes und die scherenartige Weise wie dieser Fisch seine Schwanzflosse bewegt hat dazu geführt, dass er in einigen Ländern als Scherenschwanz-Rasbora bekannt ist. Der Glasbärbling hat einen silberfarbenen Grundton, der schimmert und funkelt, wenn das Umgebungslicht auf seine Körper trifft.

Wissenschaftliche Name: Rasbora trilineata
Gebräuchlicher Name: Glasbärbling
Fischgröße: 15 cm
Temperatur: 22 – 25 °C
Haltung: Anfänger
Aquariumgröße: 120 Liter

Herkunft und Verbreitung

Der Glasbärbling stammt aus dem südlichen Mekong-Becken in Kambodscha, Laos und Thailand sowie von der malaysischen Halbinsel und den Inseln Borneo und Sumatra. Der sehr anpassungsfähige Fisch lebt häufig sie in langsam fließenden Flüssen und Sümpfen, sowie in bewaldeten Gebieten. Er wurde jedoch auch in schnell fließenden Bächen, Seen und Stauseen gefunden. Die im Aquarienhandel angeboten Exemplare stammen in der Regel aus kommerzieller Züchtung.

Aussehen

Der Glasbärbling ist schlank und hat einen fast durchsichtigen stromlinienförmigen Körper. Von den Kiemen bis zum Schwanz verläuft eine horizontale schwarze Linie. Der Schwanz ist gegabelt und trägt gelbe und schwarze Bänder, die mit einem weißen Band an der Spitze enden.

Verhalten und Vergesellschaftung

Der Glasbärbling ist ein sehr friedlicher Fisch was ihn zu einem perfekten Fisch für ein großes Gemeinschaftsaquarium macht. Als Schwarmfisch muss er in einer größeren Gruppe von mindestens 15 Exemplaren gehalten werden.

Da diese Art keine besonderen Ansprüche an die Wasserwerte stellt kann der Glasbärbling mit einer Vielzahl der beliebtesten Aquarienfische vergesellschaftet werden.

Mögliche Beckenpartner sind andere Cypriniden, Salmler, Fadenfische, Skalare, Diskusfische, Corydoras und andere Welsarten. Auch lebendgebärende Fische wie Guppys, Mollys, Platys und Schwertträger können mit Glasbärblingen vergesellschaftet werden. Beachten Sie das einige dieser Arten besser im alkalischem Wasser gedeihen als in dem etwas saureren Wasser, das die Scherenschwänze bevorzugen.

Lebensraum und Pflege von Glasbärblingen im Aquarium

Glasbärblinge benötigen einen großen offenen Schwimmbereich und fühlen sich in längeren Becken am wohlsten. Darum sollte das Aquarium mindestens eine Kantenlänge von 80 cm haben. Obwohl sie in Bezug auf die Aquarium Einrichtung nicht anspruchsvoll sind, ist eine naturnahe Umgebung mit Pflanzen wie Javamoos, Treibholz und Steinen verschiedener Größe am besten geeignet, um den Lebensraum eines Flussbettes nachzubilden. Mit einer gedämpften Beleuchtung kann der typische Lichteinfall in einem Waldgebiet simuliert werden. Das große Verbreitungsgebiet des Glasbärblings zeigt das er sich an die unterschiedlichsten Lebensräume anpassen kann.

Für Glasbärblinge ist vor allem die Wasserqualität entscheidend. Achten Sie deshalb darauf das dass Wasser immer sauber ist und die Wasserparameter stimmen:

pH-Wert: 5,0 – 8,0 sind die Werte in der freien Wildbahn. Im Aquarium sind 6,5 – 7,5 die idealen Werte.

Die Wassertemperatur sollte zwischen 22 – 25 °C und die Gesamthärte zwischen 2 – 12 °dGH.

Filterung: Glasbärblinge bevorzugen eine gute Strömung. Um das Wasser weich zu machen, eignet sich eine Filterung mit Torf.

Bodengrund: Ein dunkler Bodengrund aus Kies wird bevorzugt.

Aquarium Abdeckung Glasbärblinge neigen dazu aus dem Wasser zu springen, deshalb sollte das Aquarium gut abgedeckt sein.

Wenn Sie diese Art kaufen, fragen Sie nach den Wasserwerten, in denen die Fische gelebt haben. Passen Sie ihr Becken entsprechend diesen Werten an, da die Tiere nicht gut auf plötzliche Änderungen reagieren. Achten Sie darauf, sie einige Stunden lang zu akklimatisieren, um sicherzustellen, dass sie keinen Schock erleiden.

Glasbärblinge Ernährung und Fütterung

In der freien Wildbahn ernähren sich diese Fische überwiegend von aquatischen und terrestrischen Insekten wie Analysen des Mageninhalts gezeigt haben. Die kommerziell gezüchteten Exemplare nehmen jedes Futter an, bevorzugen jedoch Lebendfutter oder gefrorenes Futter wie Salinenkrebse, Daphnien und alle Arten von Würmern. Sie akzeptieren auch Flockenfutter.

Geschlechtsunterschiede

Geschlechtsunterschiede sind bei Glasbärblingen nicht ohne weiteres zu erkennen. In der Regel sind die Männchen kleiner und schlanker als die Weibchen. Die Weibchen haben vor allem einen runderen Bauch. Dies wird besonders deutlich, wenn die Fische von oben beobachtet werden.

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Zucht von Glasbärblingen

Die Zucht von Glasbärblingen ist einfach. Die Art gehört zu den eierstreuenden und kontinuierlichen Brüter, die keine elterlichen Fürsorge zeigen. In einem gut eingefahrenen Aquarium mit idealen Wasserwerten werden gesunde Exemplare ohne weiteres dazu tun anfangen zu laichen.

Wenn Sie die Zucht jedoch maximieren wollen können Sie die nachstehenden Schritte machen.

Verwenden Sie ein separates Zuchtbecken und statten Sie dieses mit einem über dem Boden gespanntes Netz aus bei dem die Maschen das groß genug sind, um die Eier durchfallen zu lassen, jedoch klein genug, um zu verhindern das die Elterntiere hindurch schlüpfen können.

Das Zuchtbecken wird bis zur Hälfte mit leicht saurem Wasser (pH 6,0 bis 6,5) befüllt. Die Wassertemperatur sollte zwischen 26 und 28 °C liegen. Die Beleuchtung sollte stark gedämpft sein und zur Filterung wird ein Schwammfilter verwendet.

Um die Glasbärblinge auf die Zucht vorzubereiten, wird Lebendfutter wie Blutwürmern, Daphnien und Salinenkrebsen verfüttert. Sobald das Weibchen mit Eiern prall gefüllt ist, werden einige Paare in das Zuchtbecken gesetzt. Im nächsten Schritt wird die saisonale Regenzeit simuliert. Dazu werden mehrmals am Tag kleine Mengen kälteres, weiches Wasser dem Zuchtbecken hinzugefügt, bis das Becken voll ist. Füttern Sie weiterhin Lebendfutter oder gefrorenes Lebendfutter, bis das Laichen einsetzt. Voraussichtlich werden mehrere Laichvorgänge stattfinden, bis das Weibchen keine Eier mehr hat.

Nach der Eiablage sollten die erwachsenen Tiere umgehend entfernt werden, da sie versuchen werden ihre eigenen Eier aufzufressen. Die Eier reagieren empfindlich auf Licht und Pilze, daher sollte die Beleuchtung minimal sein und das Becken sehr sauber gehalten werden. Es hat sich bewährt die Seiten des Aquariums mit Pappe abzudecken damit kein Licht einfällt.

Es wird empfohlen, das Wasser häufig zu wechseln und vorbeugend ein Antipilzmittel (Methylenblau) ins Wasser zu geben.

Nach etwa 24 Stunden schlüpfen die Eier. Die Jungfische ernähren sich zunächst vom Dottersack. Nach weiteren zwei Tagen werden die Jungfische frei im Becken schwimmen und müssen mit frisch geschlüpften Salinenkrebsen und anderem Futter für kleine Jungfische gefüttert werden.

Steckbrief Glasbärbling

Klassifizierung: Ordnung: Cypriniformes – Familie: Cyprinidae – Gattung: Rasbora
Gebräuchliche Namen: Glasbärbling, Scherenschwanz-Rasbora
Wissenschaftlicher Name Rasbora trilineata, Steindachner 1870
Synonyme
Färbung transparenter Körper mit schwarzem Streifen
Lebensraum/Herkunft Südostasien
Lebenserwartung 5 Jahre
Fischgröße 15 cm
Temperatur 22 – 25 °C
pH-Werte 6,5 – 7,5
Gesamtwasserhärte 2 – 12 °dGH
Karbonathärte 2 – 12 °dKH
Aquariengröße 120 Liter, Kantenlänge 80 * 30 cm
Region im Becken mittlere und obere Schwimmzone
Nahrung Allesfresser: Flockenfutter, Granulat, Lebendfutter, Gefrierfutter, Gemüse
Verhalten friedlicher Schwarmfisch
Anzahl Tiere 15 Tiere
Schwierigkeitsgrad Anfänger
Zucht einfach
Vergesellschaftung Cypriniden, Salmler, Fadenfische, Skalare, Diskusfische, Corydoras, Welsarten, Lebendgebärende
Titelbild I. Lerdsuwa

Glasbärblinge kaufen

Diese Art wird in vielen Ländern kommerziell gezüchtet und ist jedoch in der Aquaristik-Handel nicht weit verbreitet. Die Beschaffung des Glasbärblings könnte etwas schwieriger sein. Wenn der lokale Zierfischfischhändler diese Art nicht bevorratet, gibt es jedoch Zierfischhändler, bei denen diese Art auch online bestellt werden kann.