Gelber Kaiserbuntbarsch, Aulonocara baenschi

Gelber Kaiserbuntbarsch (Aulonocara baenschi)

Dieser leuchtend gelb gefärbte Fisch ist eine Bereicherung für Ihr Malawi-Aquarium. Aufgrund seiner robusten Natur kann er auch zusammen mit dem größeren Utaka gehalten werden, obwohl es besser ist, ihn nicht in einem sehr belebten Mbuna-Becken zu halten, da er verkümmern würde.

Wie die meisten Aulonocara jagt er den Weibchen hinterher, um sich zu paaren, deshalb sollten genügend Höhlen und Spalten für die Weibchen zum Verstecken vorhanden sein, um den Stress zu reduzieren. Am besten wird ein Männchen mit zwei oder drei Weibchen gehalten. Diese Art ist dem Aulonocara stuartgranti Maleri sehr ähnlich, aber der Baenschi hat eine etwas rundere Stirn.

Merkmale, Herkunft und hilfreiche Informationen zur Pflege im Aquarium

Steckbrief Aulonocara baenschi, Gelber Kaiserbuntbarsch

Eigenschaften Haltung Wasserwerte Vergesellschaftung Aquarium-Einrichtung Zucht

Namen

Namen und Synonyme
Gebräuchliche Namen:
Gelber Kaiserbuntbarsch, Aulonocara benga, Nkhomo-Benga, Aulonocara baenschi benga
Wissenschaftlicher Name:
Aulonocara baenschi, Myer & Riehl, 1985

Eigenschaften

Besondere Merkmale dieser Art
Fischgröße
10 bis 13 cm
Lebenserwartung
6 bis 10 Jahre
Geschlechtsunterschiede
Geschlechtsunterschiede sind deutlich sichtbar, ausgewachsene Männchen sind größer und bunter als die Weibchen.
Herkunft und Verbreitung
Afrika: Beheimatet ist die Art am Westufer des Malawisee, wo sie am Nkhomo-Riff, in Benga und auf den Maleri-Inseln und in Chipoka vorkommt,
Natürlicher Lebensraum
Bevorzugt lebt dieser Süßwasserfisch in einem Biotop mit sandigen Substrat das mit Steinen und Felsen überzogen ist, bei Wassertiefen zwischen 4 und 6 Metern.
Nachzucht
Maulbrüter

Haltung im Aquarium

Empfehlungen zur Haltung der Art
Größe des Aquariums
300 Liter, Kantenlänge 120 cm
Schwimmzone im Aquarium
unterer Bereich
Soziales Verhalten
Territorial, Aggressiv; 1 Männchen mit 4-5 Weibchen
Pflege: Einfach
Ernährung: Allesfresser (Omnivor)

Der Gelbe Kaiserbuntbarsch ernährt sich in dem er das Substrat mit dem Maul aufnimmt und nach Futter durchsiebt, während der Rest über Kiemen und Maul ausgeschieden wird. Kaiserbuntbarsche sind ebenfalls geschickte Jäger von Wirbelosen und Krustentieren. Mittels sensorischer Poren am Kopf können sie geringste Bewegungen wahrnehmen und nutzen dies für ihre Jagd über dem Substrat.

Damit der Kaiserbuntbarsch gut gedeiht sollte er mit einer Vielzahl an hochwertigem Futter sowie kleinen lebenden oder gefrorenen Chironomidenlarven, Tubifex, Artemia und Mückenlarven ernährt werden. Das Trockenfutter sollten einen hohen Anteil an pflanzlichen Stoffen enthalten, wie z. B. Spirulina.

Bieten Sie statt einer einzigen großen Mahlzeit täglich 3-4 kleinere Portionen an, um ein natürliches Fressverhalten zu ermöglichen, denn dies scheint die beste Wachstumsrate zu fördern.


Wasserwerte

Die wichtigsten Werte für das Wasser
Wassertemperatur
24 bis 27 °C
pH-Wert
7.5 bis 8.5
Karbonathärte
3 bis 12 °dKH
Gesamthärte
5 bis 19 °dGH

Verhalten und Vergesellschaftung

Sozialisierung und Aquarienbewohner

Die Männchen neigen dazu sich aggressiv gegenüber allen Fischen mit einem ähnlichen Farbmuster zu verhalten, deshalb sollte die Auswahl von Aquarienpartnern gut recherchiert werden.

Mögliche Beckenpartner sind andere afrikanische Buntbarsche wie Copadichromis, Placidochromis, Otopharynx lithobates sowie der friedliche Mbuna Labidochromis caeruleus.

Bei der Vergesellschaftung mit anderen Aulonocara-Artenbesteht die Gefahr der Hybridisierung. Wenn dies für Sie nicht wichtig ist kommen A. Rubescens, A. stuartgranti „Ngara“, A. sp. „German Red“ und sp. „Lwanda“ in Betracht.

In sehr großen und gut strukturierten Aquarien können mehrere Männchen gehalten werden. In kleineren Aquarien sollte nur ein Männchen mit mit 4-6 Weibchen zusammengehalten werden.


Aquarium-Einrichtung

Ausstattung für ein artgerechtes Aquarium

Ein feiner Sand als Substrat, sorgt dafür das der Kaiserbuntbarsch auf natürliche Weise im Boden nach Lebendfutter suchen kann. Grober Kies oder kleine Kieselsteine können die Nahrungsaufnahme behindern, die Kiemenfilamente beschädigen und sogar verschluckt werden, was Schäden führen kann.

Steinaufbauten mit vielen Höhlen und Spalten sorgen für Rückzugs- und Versteckmöglichkeiten, wobei die Steinaufbauten bis dicht unter die Wasseroberfläche reichen können, um viele Verstecke zu schaffen.

Der Gelbe Kaiserbuntbarsch geht nicht an die Pflanzen, weshalb sich der Randbereich des Beckens gut für Wasserpflanzen eignet. Einige hartwassertolerante Pflanzen wie Vallisneria-, Anubias- oder Sagittaria-Pflanzen sind eine gute Wahl. Javamoos kann auf den Steinen angebunden werden.

Die Wasserqualität sollte immer optimal sein, da dieser Buntbarsch sehr empfindlich auf eine Verschlechterung der Wasserqualität reagiert. Die beste Möglichkeit, die gewünschte Stabilität zu erreichen, ist eine Überfilterung des Beckens mit einem Außenfilter sowie ein wöchentlicher Wasserwechsel von mindestens 30%.


Zucht: Gelber Kaiserbuntbarsch

Vermehrung in Aquarien

Die Männchen können bei der Verfolgung nach den Weibchen aggressiv werden und die Weibchen stark stressen, deshalb sollten auf ein Männchen bis zu vier Weibchen kommen. Als Laichplätze sollten einige flache Steine und offene Sandflächen vorhanden sein.

Sobald das Männchen einen Laichplatz ausgewählt hat, beginnt es mit der Balz und lockt das Weibchen zum Laichplatz. Aulonocara baenschi ist ein maternaler Maulbrüter. Das Weibchen legt eine Ladung Eier ab, die es sofort mit dem Maul aufnimmt.

Auf der Afterflosse des Männchens befinden sich eine Reihe von „Eiflecken“ die das Weibchen als Eier identifiziert. Beim Aufsammeln der Eier versucht es auch die Eiflecken aufsammeln und nimmt dadurch die Milch des Männchens auf, was zu Befruchtung der Eier führt.

Die Eier müssen bis zu 4 Wochen bebrütet werden bevor die Jungfisch frei schwimmen. Während dieser Zeit nimmt das Weibchen keine Nahrung auf. In dieser Phase ist es wichtig das das Weibchen keinem Stress ausgesetzt ist, damit es die Eier nicht frisst oder auswirft.

Dies sollte berücksichtigt werden bei der Überlegung das Weibchen in ein anderes Becken zu setzen. Wichtig ist auch zu wissen das das Weibchen seine Position innerhalb der Hackordnung verliert, wenn es aus der Gruppe entfernt wird. Daher sollte so lange wie möglich gewartet werden, bevor ein Weibchen umgesetzt wird, es sei denn, es wird aktiv belästigt.

Bis zum vollständigen Verzehr des Dottersacks benötigen die Jungfische kein zusätzliches Futter. Danach können sie mit Artemia-Nauplien versorgt werden.



Klassifikation

Taxonomie-Auszug
Ordnung
Familie
Gattung

Weitere Fische aus der Familie