Naturaquarium Aquascaping

Aquascape Stil: Naturaquarium – Techniken & Grundlagen

Ein Aquascaping Naturaquarium einrichten:

In diesem Artikel beschreiben wir worauf es bei der Gestaltung von einem Naturaquarium ankommt.

Wer sich mit der Kunst des Aquascapings beschäftigt dem eröffnet sich eine Welt in der Pflanzen, Gestein und Treibholz meist Wurzeln (Hardscape) in wundervoller, kreativer und künstlerischer Art zu einer Unterwasserlandschaft arrangiert werden können. Die Möglichkeiten ein bepflanztes Aquarium zu gestalten sind dabei nahezu unbegrenzt und liegen einzig im Potential des Schaffenden.

In den vergangenen Jahren haben sich verschiedene Arten von Layouts hervorgehoben, die wiederum zu einer Vielzahl an Stilen und Ansätzen für die Aquariengestaltung geführt haben. Die modernen, aktuellen Aquascape Designs orientieren sich dabei besonders an den drei Hauptstilen: Naturaquarium-Stil, Iwagumi und das holländische Aquarium. Jeder Stil für sich betrachtet ist einzigartig in seinen Merkmalen und Eigenschaften, wobei das Naturaquarium für eine Vielzahl an Themen und Unterstilen steht.

Das Naturaquarium

Der japanische Aquarianer Takashi Amano entwickelte in den 90er Jahren die grundlegenden Designkonzepte des Naturaquarium -Stils, der eine weite Verbreitung im Lauf der Jahre fand und eine Vielzahl von jüngeren Aquascapern beeinflusst hat.

Was ist ein Aquascape Naturaquarium?

Bei diesem Aquascape Stil geht darum das die Materialen Gestein und Treibholz (Hardscape) mit Wasserpflanzen so zu mischen das sie in Anordnung und Gruppierung eine terrestrische Landschaft unter Wasser nachbilden. Im Naturaquarium werden Berge, Regenwälder, üppig grüne Hänge, Täler und sogar Strände nachgebildet.

Beim der Erstellung eines Naturaquariums werden Elemente der japanischen Gartenkunst verwendet, wie zum Beispiel die Anwendung des Goldenen Schnitts.

Die Erschaffung eines Naturaquariums ist eine komplexe Arbeit die viel Zeit und Geduld erfordert um das Erscheinungsbild (AquaScape) so zu gestalten das es in seinem Design ungeplant und willkürlich präsentiert.

In der Regel planen viele Aquascaper ihr Naturaquarium zunächst mit Bleistift und Papier bevor sie sich die Hände nass machen und beginnen das Design des Aquascapes umzusetzen.

Steine und Treibholz werden sorgfältig neben asymmetrisch angeordneten Gruppen von Aquarienpflanzen arrangiert, um ein natürliches Ambiente und einen natürlichen Fluss zu schaffen.

Das einfache Naturaquarium

Um eine ansprechende Komposition im Naturstil in ihrem Aquarium zu erstellen, benötigen Sie nur einige Landschaftsmaterialen wie verzweigte Holzstücke und einige Steine mit Felsenhaften aussehen, sorgfältig ausgewählte Pflanzen und ein geeignetes Pflanzsubtrat.

Für ein einfaches Naturaquarium gibt es drei visuelle Stile, die Sie ausprobieren können:

  1. Die konkave Form

Die Positionierung und Höhe der Pflanzen nimmt zu einem zentralen, niedrigen Punkt hin ab, so dass die endgültige Darstellung den Eindruck eines offenen Raums in der Mitte vermittelt.

Aquascape Methode konkave Form
Foto: Gergely Hideg
  1. Die konvexe Form

Diese Form wird oft als Insel bezeichnet, weil die Pflanzen an den Seiten niedriger und in der Mitte höher geschnitten sind. Das ist ästhetisch sehr schön und kann mit Steinen zu einem bergähnlichen Gebilde geformt werden.

Aquascape Methode konvexe Form
Foto: Gergely Hideg
  1. Das dreieckige Aquascape

Diese Art der Gestaltung sorgt für ein sehr ausgewogenes Erscheinungsbild; die Höhe der Pflanzen fällt allmählich von hoch auf einer Seite des Aquariums zu niedrig auf der anderen Seite ab.

Aquascape Methode Dreieck
Foto: Chris Penny

Fortgeschrittene Gestaltungstechniken für das Naturaquarium

Erfahrene Aquascape-Designer verwenden eine Reihe von Regeln und Techniken, wenn sie ihre Naturaquarien bauen. Die Kombination aus Regel und Technik verleihen dem fertigen Design den Aha-Effekt, das Gefühl, bei sich viele fragen, ob die Szene, die Sie betrachten, real ist oder nicht.

In einem Naturaquarium spielen die Schwerpunkte eine wichtige Rolle. Um der Szene, die nachgebildet werden soll, die richtige Tiefe und Perspektive zu verleihen. Das ausgesuchte Thema verleiht dem Becken dann eine klare Identität.

Alle führenden Aquascaper verwenden diese Grundregeln bei der Gestaltung ihrer Landschaften. In diesem Video werden die Arbeiten von Josh Sim dem Aquascaping-Champion 2019 ausführlich erklärt. Aber schauen wir uns auch an wie Sie sie in ihren zukünftigen Aquarien anwenden können.

Aquascaping Endpunkt
Foto: Jennifer Mai

Tiefe

Ein Naturaquarium mit Tiefe vermittelt den Eindruck, dass das Becken größer (tiefer) ist, als es tatsächlich ist. Die Tiefenwirkung fasziniert und beeindruckt den Betrachter des AquaScape und im Falle eines Wettbewerbs lässt es den Künstler mit großer Wahrscheinlichkeit gut abschneiden.

Um den Effekt von Tiefe zu erreichen, müssen ein oder mehrere Endpunkte im Becken festgelegt werden. Dieser Punkt wird zum Hauptschwerpunkt im Aquascape, der Punkt, auf den der Betrachter zuerst seinen Blick wirft und von da aus den Rest des Auqascape erkundet.

Um Tiefe in ihrem Aquascape zu erreichen, muss das Substrat so aufgebaut werden das es im hinteren Bereich höher als im vorderen Bereich ist. Um den Effekt zu verstärken, kommen kleinere Hardscape-Teile im hinteren und größere im vorderen Bereich zum Einsatz. Die Tiefenwirkung entsteht dabei im Wesentlichen aus dem Größenverhältnis der Hardscape-Teile.

Der Eindruck von Tiefe lässt sich auch durch eine Perspektive erzeugen. Jeder der schon einmal gezeichnet hat weiß wie wichtig die Perspektive bei der Gestaltung eines Bilds ist.

Fokuspunkte

Mit Fokuspunkten in ihrem Naturaquarium führen Sie den Blick des Betrachters gezielt durch ihre Unterwasserszene. Um anziehende visuelle Punkte zu erzeugen, spielen Sie mit den Materialen und Techniken, die Sie im Becken einsetzen. Eine große Wurzel, ein ungewöhnlich geformter Stein der einen verkleinerten Felsen darstellt, eine Kombination aus verschiedenen Pflanzen, selbst ein dunkler Schatten kann ein Fokuspunkt im Aquascape sein.

Versuchen Sie, in Ihrem Naturaquarium 1 bis 3 Fokuspunkte zu setzen. Je nach Landschaft, die abgebildet werden soll, ist dies jedoch nicht immer möglich, da es in manchen Landschaften keinen eindeutigen Blickpunkt gibt.

Ebenen – Erzeugen Sie eine 3D Illusion in Ihrem Naturaquarium

Schichten in einer realen Landschaft sind das Ergebnis eines langwierigen geologischen Prozesses. Der Einsatz von mehreren Ebenen innerhalb eines Aquascape erzeugt einen ähnlichen Eindruck beim Betrachter. Die Kunst mehrere Ebenen einzusetzen ist eine wirkungsvolle Technik, die Sie von vielen Aquascapern abheben lässt.

Das Erstellen von mehreren Ebenen in einer Szene verbessert die Gesamtperspektive und erzeugt gleichzeitig Tiefe und mit der ein Gefühl von natürlicher Komplexität vermittelt wird.

Es verwandelt die Unterwasserlandschaft in ein 3D-Design. Ein Aquascape, das aus Schichten besteht ist wirkt dynamisch und lässt den Zuschauer in eine komplexe Szenerie eintauchen.

fischfutter

Wie erstellt man Ebenen in seinem Aquascape?

Um verschiedene Schichten zu erstellen, werden die Landschaftsmaterialen nicht alle auf dem gleichen Bodenniveau verwendet. Auch farbliche Unterschiede in den Materialien können den Effekt schaffen und verstärken. Setzen Sie unterschiedliche Größen, Stärken und Farben ihres Materials ein. Ein Stück Treibholz kann dick oder sein. Ein Stein groß, klein, hell oder dunkel. Farbkontraste sind bei der Gestaltung von Ebenen sehr hilfreich.

Kein Meister fällt vom Himmel. Beginnen Sie mit 2 Schichten. Sobald Sie über mehr Erfahrung in der Gestaltung von Naturaquarien verfügen, fügen Sie weitere hinzu. Viele preisgekrönte Aquascapes haben 4 oder 5 Schichten. Das sollte auch Ihr Ziel sein.

Schatten – Spannung in die Szene bringen

Schatten ist ein Element in ihrem Aquascape das häufig nicht berücksichtigt wird. Dabei sind es gerade die Schatten und dunklen Stellen die dem Betrachter eines Naturaquariums ein mystisches, geheimnisvolles und auch spannendes Gefühl von Unbehagen vermitteln. Schatten geben dem Aquascape den letzten Schliff und lassen es kraftvoll und dynamisch wirken. Die meisten preisgekrönten Naturaquarien haben einen Schattenanteil zwischen 30 und 60 %.

Hier einige Beispiele, bei denen der Schatten wirkungsvoll eingesetzt wird:

Schatten im Naturaquarium
Fotos: links Albert Escrihuela Caceres, Silber Preis; rechts Steven Chong Gold Preis Gewinner 2020 youtube

Wie erzeugen Sie Schatten in Ihrem Naturaquarium?

Wie wir alle wissen, sind Schatten dunkle Bereiche in dem das Licht durch etwas blockiert wird. Im Aquarium ist es recht einfach Schatten zu erzeugen da das Licht nur aus der Richtung von oben kommt.

Mit einem Stück Holz oder einem Stein, platziert in einem Winkel von ca. 45 Grad kann das Licht an der gewünschten Position blockiert werden. Besondere Effekte werden durch das Aufschichten von 2 oder 3 Objekten erreicht. So können verschieden starke Schattierungen erzeugt werden.

Platz – erfüllen Sie das Becken mit Ihrer Landschaft

Die Kunst den vorhandenen Platz im Aquascape zu nutzen ist eine Fähigkeit die die fortgeschrittene Aquascaper gut beherrschen. Der gesamte dreidimensionale Raum im Aquarium wird von vorn bis hinten und von unten bis oben genutzt. Jeder Zentimeter wird berücksichtigt und ist für das endgültige Design gleichermaßen wichtig.

Es ist, als wenn eine leere Leinwand gefüllt werden soll. Kein Künstler hat jemals die Hälfte davon leer gelassen. Das Gemälde füllt den gesamten Platz auf der Leinwand aus, von links nach rechts und von oben nach unten.

Vielen Anfänger fehlt bei den ersten Aquascape Designs das Gefühl für den Raum und nutzen nur die Hälfte des zur Verfügung stehenden Platzes, was einen leeren Eindruck vermittelt und ein Gefühl erzeugt, das etwas im Aquascape fehlt.

Leere Bereiche werden ausschließlich mit Absicht geschaffen, wie im Fall des Endpunkts. Oder andere Stellen, die die Aufgabe haben, ein Fokuspunkt zu sein.

Die Reflexion spielt eine wichtige Rolle bei der Raumgestaltung. Die Reflexion von links, rechts und oben verleiht dem endgültigen Entwurf visuelles Interesse.

Das Gleichgewicht in der Raumaufteilung zu finden, stellt oftmals ein großes Problem im Aquascape dar. Wer nicht aufpasst kann das Design schnell überladen und ein Gefühl der Überfüllung, des Gedrängtsein entsteht. Um dies zu verhindern und trotzdem keine ungewollten Freiräume zu erschaffen, greifen sie auf die Schicht-Technik zurück. Mehrere Ebenen lassen eine andere Perspektive entstehen und lösen eine Überfüllung auf.

Eine weitere gute Möglichkeit, eine Überfüllung zu vermeiden, besteht darin, das Becken von der Seite zu betrachten und eine imaginäre Linie von links unten nach rechts oben zu ziehen. Diese Linie trennt den Raum zwischen dem, was gefüllt werden muss, und dem, was leer bleiben soll. In Naturaquarien im brasilianischen Stil findet diese Vorgehensweise Verwendung.

Einheitlichkeit – ein natürliches Gesamtbild erschaffen

Die Kunst des Aquascape ist es die Szene natürlich aussehen zu lassen. Jedes der Elemente Holz, Gestein und Pflanzen müssen nahtlos integriert sein und ein natürliches Gesamtbild wiedergeben. Das Ziel ist es das das endgültige Design dem Betrachter das Gefühl vermittelt, das alles was er sieht, auf natürliche Weise zusammengehört.

Das Mischen verschiedener Pflanzenarten vermittelt das Gefühl einer natürlichen Entwicklung. Die Verwendung von Felsen und Treibholz in verschiedenen Größen trägt dazu bei, die natürliche Unterwasserumgebung zu imitieren.

Kontraste im Naturaquarium schaffen

Mit Kontrasten die Perspektive verändern. Die unterschiedlichen Formen, Größen und Farben von Steinen, Pflanzen, Wurzeln und Substrat zwischen diesen Elementen und deren Platzierung und Anordnung im Aquascape erzeugen Kontraste zwischen nah und fern, hoch oder niedrig, dunkel und hell. Auch die Fische können einen Bewegungskontrast in Ihrem Becken erzeugen.

Der Kontrast ist ein wichtiges Merkmal Ihrer Aquascape-Gestaltung und wird andere beschriebene Techniken wie Schichtung und Perspektive stark beeinflussen.

Die häufigsten Kontrastarten, die man in modernen Naturaquarien findet, sind:

Groß und Klein: ein großes Stück Holz im Vordergrund und kleines im Hintergrund, buschige Pflanzen gegenüber kleinen Teppichpflanzen

Fern und nah: erzeugen in Aquarien eine verblüffend beeindruckende Perspektive.

Dick und dünn: Regenwaldthemen bringen diese Art von Kontrast durch die Verwendung von unterschiedlich dickem Treibholz gut zur Geltung.

Themen für Naturaquarien

Ein Thema ist die klare Darstellung einer natürlichen Landschaft, die in Ihrem bepflanzten Becken wiedergegeben werden soll. Es verleiht dem Aquarium seine Identität und lässt den Betrachter erkennen, was der Künstler darstellen will.

Ein Naturaquarium-Thema kann verschiedene Szenen darstellen, z. B. Bergketten, Täler, tropische Regenwälder, Klippen und Schluchten, Hänge, Inseln und viele andere natürliche Sehenswürdigkeiten.

Gebirgszug-Thema

Diese Art von Naturaquarium wird von Felsen und kleinen Steinen dominiert. Die Felsen sind so angeordnet, dass sie eine Gebirgskette in der Natur nachbilden. Manchmal werden kleine Treibholzstücke hinzugefügt, um die Steinarbeiten zu ergänzen.

Regenwald Thema

Holz ist die wichtigste Zutat bei der Gestaltung einer Regenwaldszene im Aquarium. Gerade oder gewellte Holzstücke werden sorgfältig mit Pflanzen verflochten, wodurch erstaunliche Details entstehen. Moos wird hier häufig zusammen mit anderen kleinen bis mittelgroßen Pflanzen wie Anubias, Bucephalandra und Cryptocoryne verwendet.

Große Felsen werden verwendet und dienen als Unterlage für das Layout. Kleine Steine und Kiesel sind eine gute Wahl, wenn Sie einen Weg durch den Wald nachbilden wollen.

Diese Art von Naturaquarium-Thema füllt in der Regel den gesamten Bereich des Beckens aus, wobei der einzige sichtbare offene Bereich der Endpunkt ist.

Thema Hänge und Täler

Dieses Naturaquarium Thema verwendet eine Kombination aus mehreren Felsen, um eine Tallandschaft im Becken zu schaffen. Das Layout ist in der Regel auf der linken und rechten Seite sehr hoch und läuft in der Mitte des Beckens zu einem Pfad zusammen.

Das Thema Tal enthält eine Vielfalt an Wasserpflanzen, darunter: Rotala, Staurogyne, Bucephalandra, Hygrophila, Grossostigma, Echinodorus, Alternanthera und weitere.

Insel-Thema

Ein Inselthema besteht aus einer mehr oder weniger gleichmäßigen Verteilung von Steinen und Holz. Das felsenartige Gestein wird mit Pflanzen so kombiniert, dass eine runde oder dreieckige Form entsteht.

Ein gewisser Raum um diese Anordnung herum wird leer gelassen und mit Sand aufgefüllt. Dies lässt den Betrachter an einen tropischen Sandstrand denken.

Fertige Hardscape-Sets

Es gibt schöne und interessante Hardscape-Sets von sera die den Einstieg in ein Naturaquarium stark vereinfachen. Alle notwendigen Materialien bis auf die Pflanzen sind enthalten.

Welche Fische für das Naturaquarium?

Die Auswahl der Fische für ihr Aquascape im Stil eines Naturaquariums ist genauso wichtig wie die Auswahl der Wasserpflanzen und des Bodens. Die Fische sollten zum Thema Ihres Beckens passen.

Zu berücksichtigen sind dabei der Lebensraum und das Verhalten der Tiere. Dies betreffen unter anderem die Größe und Form des Fischs. Ein zu großer Fisch kann den Eindruck des Aquascape verfälschen oder er frisst die Pflanzen was nicht wünschenswert ist.

Als gute Option haben sich kleine, in Gruppen schwimmende Fische wie Salmler z.B. der Neonsalmler und Bärblinge erwiesen. Sie sind zweifellos die beliebtesten Fische, die man heute in Naturaquarien findet.

Andere Arten, die sich gut eignen, sind: Barben, Killifische, Fadenfische, Skalare, Diskusfische, Guppys, Siamesische Kampffische und Regenbogenfische, wenn das Aquarium eine entsprechende Größe hat.

Schwierigkeiten bei der Pflege von Naturaquarien

Die meisten Schwierigkeiten bei der Einrichtung und Wartung eines Naturaquariums hängen mit dem Wachstum der Pflanzen und ihrer Pflege zusammen. Es ist ein langer Weg bis Sie ein ausgewogenes, ästhetisches ansprechendes Naturaquarium fertig gestellt haben. Bleiben Sie geduldig, ihr Vorhaben lohnt sich.

Sie werden nicht darum herumkommen als Unterwasser-Landschaftsgärtner tätig zu werden. Wenn Sie alles richtig machen, werden die Pflanzen schnell und dicht wachsen. Damit ihr Becken natürlich aussieht müssen Sie die Pflanzen ständig beschneiden.

Besondere Aufmerksamkeit muss der Wahl des Pflanzensubstrats gewidmet werden. Ein geeignetes Substrat sollte eine ausreichende Menge an Nährstoffen enthalten, die das Wachstum gesunder Pflanzen ermöglichen. Dabei kann auch die Walstad-Methode eine interessante Alternative sein, die anstelle von Soil Blumenerde verwendet und weitestgehend ohne Technik auskommt.

Ein weiteres Problem, das bei Naturaquarien häufig auftritt, ist die Algenbekämpfung. Algen werden oft schon kurz nach dem Einrichten von Aquarien zum Problem und machen die Wasserqualität instabil. Deshalb sollten Sie Maßnahmen ergreifen, sobald Sie es bemerken. Hierbei kann auch die Haltung von Schnecken und Garnelen hilfreich sein.

Titelbild: Gergely Hideg