Odessabarbe, Pethia padamya

Odessabarbe (Pethia padamya)

Merkmale, Herkunft und hilfreiche Informationen zur Pflege im Aquarium

Die Odessabarbe (Pethia padamya) ist ein kleiner, lebhafter und aktiver Fisch der weniger in heimischen Aquarien verbreitet ist als andere Barbenarten. Seit 2008 wird die hübsche Barbe als eigene Art beschrieben, die sich auch für ein Gemeinschaftsbecken eignet.

Steckbrief Pethia padamya, Odessabarbe

Herkunft Haltung Wasserwerte Vergesellschaftung Aquarium-Einrichtung Zucht

Namen

Namen und Synonyme
Gebräuchliche Namen:
Odessabarbe, Rubinbarbe, Feuerstreifenbarbe
Wissenschaftlicher Name:
Pethia padamya, Kullander & Britz 2008
Synonyme
Puntius padamya, Kullander & Britz 2008

Herkunft

Ursprung und Geschlechtsunterschiede
Herkunft und Verbreitung
Asien: Beheimatet ist Pethia padamya in Zentral-Myanmar im Irrawaddy Fluss, in einem künstlichen Teich im Dorf Toe Gyi, oberhalb der Anisakan-Wasserfälle und ebenfalls im Chindwin-Fluss.
Natürlicher Lebensraum
Typische Gewässer, in denen der Fisch zu finden ist, haben einen schlammigen Grund, wo die Odessabarbe viel Zeit mit der Nahrungssuche verbringt.
Geschlechtsunterschiede
Die Männchen haben ein dickes Band mit leuchtend rot-oranger Färbung auf den Flanken und eine stärker ausgeprägte Zeichnung auf den Flossen, während die Weibchen schlichter gezeichnet sind und ihre Körperform runder ist.
Lebenserwartung
3 bis 5 Jahre

Haltung im Aquarium

Empfehlungen zur Haltung der Art
Aquariengröße
100 Liter, Länge 80 cm
Pflege
Anfänger
Fischgröße
4 bis 5 cm
Nachzucht
Freilaicher
Soziales Verhalten
Friedlich, Territorial, Aggressiv
Schwarmgröße
Gruppenhaltung (ab 10 Tieren)
Schwimmzone
mittlere Zone
Ernährung: Allesfresser (Omnivor)

Pethia padamya ist er ein Allesfresser, der sich in seiner natürlichen Umgebung von Würmern, Insekten, kleinen wirbellosen Tieren sowie von Pflanzenresten und organischem Detritus ernährt.

Im Aquarium nimmt die Art jedes handelsübliche Futter wie Flocken und Granulat an, sollte jedoch auch regelmäßig mit kleiner lebender und gefrorener Nahrung wie Blutwürmer, Daphnien und Artemia versorgt werden. Bei der Fütterung mit Trockenfutter sollte darauf geachtet werden das ausreichend Anteile an Pflanzen und Algen enthalten sind.


Wasserwerte

Die wichtigsten Werte für das Wasser
Wassertemperatur
18 bis 26 °C
pH-Wert
6.0 bis 10
Karbonathärte
6 bis 15 °dKH
Gesamthärte
5 bis 20 °dGH

Verhalten und Vergesellschaftung

Sozialisierung und Aquarienbewohner

Im Allgemeinen ist die Barbe sehr friedlich, was sie zu einem möglichen Fisch für ein Gemeinschaftsbecken macht. Odessabarben helfen auch die Vermehrung von Algen zu reduzieren, wobei Amanogarnelen und Kirschgarnelen effektiver sind.

Pethia padamya neigt dazu an den Flossen von anderen Fischen zu knabbern besonders dann, wenn sie in einem zu kleinen Schwarm gehalten wird. Fische die sich langsam bewegen oder lange Flossen haben, wie Guppys, Skalare oder Kampffische, sollten deshalb nicht mit der Barbe vergesellschaftet werden.


Aquarium-Einrichtung

Ausstattung für ein artgerechtes Aquarium

Zur Haltung von den robusten und anpassungsfähigen Odessabarben sind die Wasserwerte weniger entscheiden, jedoch sollten regelmäßige Wasserwechsel durchgeführt werden. in den Sommermonaten kann die Barbe auch im Teich gehalten werden. Im Aquarium gehalten benötigt die schwimmaktive Odessabarbe ausreichend Schwimmraum und Platz, so dass das Becken eine Mindestlänge von 80 cm haben sollte.

Zur Einrichtung des Aquariums gehören Wurzeln, Steine und eine dichte Randbepflanzung die Rückzugsorte und Sichtschutz bildet damit sich rangniedrige Exemplare zurückziehen können.

Das Substrat sollte aus einem feinen sandigem Boden bestehen.


Zucht: Odessabarbe

Vermehrung in Aquarien

Pethia padamya sind eierstreuende Freilaicher, die keine elterliche Fürsorge entwickeln. Bei guten Aquarienbedingungen und Kondition der Fische ist es möglich das die Fische ohne weiteres dazu tun laichen und eine kleine Anzahl an Jungfischen zu sehen ist.

Für eine gezielte Zucht sollten männliche und weibliche Exemplare für einen Zeitraum von etwa zwei Wochen separiert werden, bevor sie gemeinsam in ein Zuchtbecken gesetzt werden. Während dieser Zeit sollten sie mit viel Lebendfutter wie Wasserflöhe und Hüpferlinge ernährt werden und die Wassertemperatur langsam auf 18-20°C gesenkt werden. Um die Tiere zu stimulieren, werden in dieser Zeit auch die wöchentlichen Wasserwechsel weggelassen, während im Zuchtbecken kurz vor dem Einsetzen ein Wasserwechsel mit einer Temperatur zwischen 24-27°C durchgeführt wird.

Die optimalen Wasserwerte für das Zuchtbecken liegen bei einem pH-Wert von 6,3 bis 6,9 und einer Gesamthärte zwischen 5 bis 7°dH. Die Wassertemperatur sollte leicht erhöht zwischen 24 bis 27°C liegen. Als Zuchtbecken ist ein 20-Liter-Becken ausreichend.


Titelbild: Catxx

Bemerkungen

Alle im Zierfischhandel erhältlichen Tiere sind Nachzuchten, die größer als sind als ihre wildlebenden Artgenossen.


Klassifikation

Taxonomie-Auszug
Ordnung
Familie
Gattung

Etymologie

Pethia: volkstümliche Bezeichnung für kleine Cypriniden in der singhalesischen Sprache.

padamya: ist das birmanische Wort für „Rubin“ und bezieht sich auf die allgemeine Bezeichnung „Rubinbarbe“

Dieser Fisch ist unter dem Zierfischnamen Odessabarbe bekannt, weil er in den frühen 1970er Jahren zum ersten Mal bei einem Zierfischhändler in der ukrainischen Stadt Odessa aufgetaucht ist.


Verweise

  1. Kullander, S. O. and R. Britz, 2008 – Electronic Journal of Ichthyology, Bulletin of the European Ichthyology Society 2: 56-66
    Puntius padamya, a new species of Cyprinid fish from Myanmar (Teleostei: Cyprinidae).
  2. Kottelat, M. and H-H Tan, 2011 – Ichthyological Exploration of Freshwaters 22(3): 209-214
    Systomus xouthos, a new cyprinid fish from Borneo, and revalidation of Puntius pulcher (Teleostei: Cyprinidae).
  3. Kullander, S. O. and F. Fang, 2005 – Copeia 2005(2): 290-302
    Two new species of Puntius from northern Myanmar (Teleostei: Cyprinidae).
  4. Pethiyagoda, R., 2013 – Zootaxa 3646(2): 199
    Haludaria, a replacement generic name for Dravidia (Teleostei: Cyprinidae).
  5. Pethiyagoda, R., M. Meegaskumbura, and K. Maduwage, 2012 – Ichthyological Exploration of Freshwaters 23(1): 69-95
    A synopsis of the South Asian fishes referred to Puntius (Pisces: Cyprinidae).

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