botia striata, Streifenschmerle, Zebra-Prachtschmerle

Zebraprachtschmerle (Botia striata)

Merkmale, Herkunft und hilfreiche Informationen zur Pflege im Aquarium

Steckbrief Botia striata, Zebraprachtschmerle

Eigenschaften Haltung Wasserwerte Vergesellschaftung Aussehen Aquarium-Einrichtung Zucht

Namen

Namen und Synomye
Gebräuchliche Namen:
Zebraprachtschmerle, Zebraschmerle, Streifenschmerle, Zebra Loach
Wissenschaftlicher Name:
Botia striata, Narayan Rao 1920
Synonyme
Botia striata kolhapurensis, Kalawar & Kelkar 1956

Eigenschaften

Besondere Merkmale dieser Art
Fischgröße
8 bis 9 cm
Lebenserwartung
bis 15 Jahre
Geschlechtsunterschiede
Der Geschlechtsunterschied ist bei der Zebraprachtschmerle nicht offensichtlich. Beide Geschlechter sind ähnlich, aber die Männchen sind im Allgemeinen schlanker als die Weibchen, die deutlich dicker werden, wenn sie voller Eier sind.
Herkunft und Verbreitung
Asien: Indien, Tunga Fluss, sowie in den Gebieten Matharashtra und Karnataka
Natürlicher Lebensraum
Botia striata bevorzugt strömungsarme, sauerstoffreiche Klarwasserflüsse mit einem Substrat aus Felsgestein, Geröll, Kies, Sand und Laubstreu bei einer maximalen Wassertiefe von 1,5 m mit teilweiser Waldbedeckung.
Nachzucht
Haftlaicher

Haltung im Aquarium

Empfehlungen zur Haltung der Art
Größe des Aquariums
350 Liter, Kantenlänge 120 cm
Schwimmzone im Aquarium
unterer und mittlerer Bereich
Soziales Verhalten
Friedlich, Aggressiv; Gruppenhaltung ab 5 Tieren
Schwierigkeit der Haltung
Einfach
Futter
Allesfresser:

Wie alle Botia spp. ist auch die Zebraprachtschmerle hauptsächlich ein Fleischfresser, sie frisst jedoch auch pflanzliche Stoffe wie weichblättrige Wasserpflanzen und andere pflanzliche Kost. Ihre natürliche Nahrung besteht aus Weichtieren, Insekten, Würmern und anderen wirbellosen Tieren.

Die Streifenschmerle ist ein anspruchsloser Fresser, aber sie sollte ein abwechslungsreiches Futter erhalten, bestehend aus Trockenfutter, lebenden oder gefrorenen Blutwürmern, Tubifex, Artemia und Daphnien, sowie frisches Obst und Gemüse wie Gurke, Melone, blanchierten Spinat oder Zucchini.

Die meisten Botiiden ernähren sich von kleinen Wasserschnecken, jedoch sollten sie nie als Lösung für eine Schneckenplage angesehen werden, da sie keine ausschließlichen Molluskenfresser sind.


Wasserwerte

Die wichtigsten Werte für das Wasser
Wassertemperatur
21 bis 26 °C
pH-Wert
6 bis 7.5
Karbonathärte
0 bis 12 °dKH
Gesamthärte
0 bis 20 °dGH

Verhalten und Vergesellschaftung

Sozialisierung und Aquarienbewohner

Im Allgemeinen ist Botia striata ein friedlicher Fisch für das Aquarium. Er sollte jedoch nicht mit viel kleineren Fischen zusammengehalten werden da er mit seinem aktiven Verhalten kleinere Fische einschüchtert.

Auch langsam schwimmende Fische mit langen Flossen wie Kampffische, Skalare, Guppys und viele Buntbarsche sind keine idealen Aquarienpartner da die Flossen von der Zebraprachtschmerle angebissen werden.

Geeignete Beckenpartner sind friedliche Cypriniden und in großen Becken kann die Schmerle auch mit Haibarben, Rochenflossen und Bärblinge der Gattung Barilius. In sehr großen Aquarien ist auch eine Vergesellschaftung mit Chromobotia macracanthus möglich.

Ebenso in Betracht kommen Cobitid- und Nemacheilid-Schmerlen und Mitglieder von Epalzeorhynchos, Crossocheilus und viele Welsarten. Vor der Vergesellschaftung mit anderen Fischen sollten Sie eine gründliche Recherche durchführen.

Zebraprachtschmerlen sind gesellige Tiere die immer in einer Gruppe von mindestens 5 Exemplaren, besser jedoch 10 Exemplare gehalten werden sollten. Die Tiere bilden komplexe Hierarchien und neigen bei einer Einzelhaltung dazu sich zurückzuziehen oder aggressiv zu werden.

Bei Haltung von zwei oder drei Exemplaren wird das dominante Exemplar die restlichen Exemplare sehr wahrscheinlich so stark stressen das diese nicht mehr Fressen werden.

Botia fühlen sich nur bei regelmäßigem Kontakt mit Artgenossen wohl, so gehören auch Klickgeräusche zur Kommunikation der Art untereinander dazu. Dieses Verhalten ist noch unerforscht, aber es wird davon ausgegangen das die Geräusche mit den Rachenzähnen oder den subokularen Stacheln erzeugt werden, wenn die Tiere aufgeregt sind.

Auch der Schmerlentanz bei dem eine Gruppe von Tieren in unruhiger Weise durch das gesamte Becken schwimmt ist eine Verhaltensweise, die noch nicht erforscht ist. Am häufigsten ist dieses Verhalten zu beobachten, wenn frisches Wasser, Nahrung oder neue Artgenossen dem Becken hinzugefügt werden. Der Tanz kann sich von wenigen Minuten bis zu einem ganzen Tag hinziehen.


Aussehen

Die Farbe der Zebraprachtschmerle variiert zwischen einem dunklen blau, grün, grau oder schwarz, wobei der Körper mit mehreren abwechselnden vertikalen klaren Streifen aus Silber oder Hellgelb überzogen ist. Die Streifen erinnern an ein Zebra, worauf auch der Name des Fischs zurückzuführen ist.

Der Bauch ist gelblich-golden, die Flossen sind leicht gelblich, mit schwarzen Punkten verziert. Der Kopf ist stumpf und hat drei Antennenpaare.

An ihrem Körper hat Botia striata subokuläre Stacheln, die unter der Haut verborgen liegen. Bei Stress zum Beispiel, wenn der Fisch aus dem Wasser genommen wird, richtet er seine Stacheln auf. Bedenken Sie dies, wenn Sie den Fisch einfangen.

In einem Aquarium erreicht diese Art nicht mehr als 9 cm, während sie in freier Wildbahn eine Länge bis zu 12 cm erreichen kann.


Aquarium-Einrichtung

Ausstattung für ein artgerechtes Aquarium

Das Aquarium für Botia striata sollte gut strukturiert sein und viele Versteckmöglichkeiten in Form von Höhlen aus Tonröhren oder Blumentöpfen bieten. Die übrige Dekoration ist nicht entscheidend für das Wohlbefinden der Fische.

Als Substrat wird ein feiner Kies oder Sand empfohlen, überzogen mit Steinen, Wurzeln und Ästen aus Treibholz.

Die Zebraprachtschmerle bevorzugt ein eher gedämpftes Licht was bei der Bepflanzung des Beckens berücksichtigt werden sollte. Eine gute Pflanzenwahl für gedämpftes Licht sind Javafarn, Javamoos und Anubias. Anubias-Pflanzen bieten darüber hinaus noch den Vorteil das sie auf der Dekoration befestigt werden können, was für zusätzlichen Schatten und Verstecke sorgt.

Beachten Sie auch das Botiiden sehr neugierige Fische sind, die gern ihre Umgebung erkunden. Ein Arrangement aus Steinen, Holz und Blumentöpfen können die Fische ermuntern ihre Umgebung zu erkunden.

Wichtig ist das keine scharfen Kanten im Becken vorhanden sind, denn Zebraprachtschmerlen neigen dazu sich in Ecken, Spalten und Ritzen zu verstecken. Ggf. ist es besser zu enge Löcher mit Silikon zu verschließen damit sich die Tiere nicht verfangen.

Auch wenn sich Schmerlen hauptsächlich in Bodennähe aufhalten, so neigen sie dennoch dazu aus dem Becken zu springen, weshalb das Becken gut verschlossen sein sollte.

In einem sauerstoffreichen Wasser mit einer sanften Strömung fühlt sich diese Art am wohlsten, turbulente Wasserbewegungen werden abgelehnt.

Bei der Haltung dieser Schmerle muss darauf geachtet werden das sie keine Ansammlung von organischen Abfällen verträgt und das Wasser immer makellos ist damit sie gut gedeiht. Deshalb sollte diese Schmerle auch nie in biologisch unausgereifte Aquarien eingesetzt werden und wöchentliche Wasserwechsel von 30-50 % des Beckenvolumens gehören zur Pflege dieser Art.


aquatlantis aquarien

Zucht: Zebraprachtschmerle

Vermehrung in Aquarien

Bis dato ist die Zucht von Botia striata in Gefangenschaft nur durch Hinzufügen von Hormonen gelungen. Es liegen keine Berichte über private Zuchterfolge vor.


Titelbild: Lerdsuwa

Klassifikation

Taxonomie-Auszug
Ordnung
Familie
Gattung
Botia

Verweise

  1. Narayan Rao, C. R., 1920 – Annals and Magazine of Natural History (Series 9) v. 6 (no. 31): 45-64
    Einige neue Arten von Cyprinoidenfischen aus Mysore.
    Grant, S., 2007 – Ichthyofile Nummer 2: 1-106
  2. Fische der Gattung Botia Gray, 1831, in der indischen Region (Teleostei: Botiidae).
    Kottelat, M., 2004 – Zootaxa 401: 1-18
  3. Botia kubotai, eine neue Schmerlenart (Teleostei: Cobitidae) aus dem Einzugsgebiet des Ataran-Flusses (Myanmar), mit Anmerkungen zur Nomenklatur der Botiinae und zur Diagnose einer neuen Gattung.
  4. Kottelat, M., 2012 – Raffles Bulletin of Zoology Supplement 26: 1-199
    Conspectus cobitidum: eine Bestandsaufnahme der Schmerlen der Welt (Teleostei: Cypriniformes: Cobitoidei).
  5. Nalbant, T. T., 2002 – Travaux du Museum d’Histoire Naturelle ‚Grigore Antipa‘ 44: 309-333
    Sechzig Millionen Jahre Evolution. Erster Teil: Familie Botiidae (Fische: Ostariophysi: Cobitoidea).
  6. Ng, H. H., 2007 – Zootaxa 1608: 41-49
    Botia udomritthiruji, eine neue Botiidae-Art aus dem südlichen Myanmar (Teleostei: Botiidae).
    Shahnawaz, A., M. Venkateshwarlu, D. S. Somashekar und K. Santosh, 2010 – Environmental Monitoring and Assessment 161(1-4): 83-91
    Fischvielfalt im Zusammenhang mit der Wasserqualität des Bhadra-Flusses in den Western Ghats